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Wetternews vom 24.08.2026


Rapsaussaat im Staub: Süden hofft auf Regen ab Donnerstag

Auf den Feldern im Süden und in der Mitte läuft in diesen Tagen die Aussaat des Winterrapses – in Böden, die staubtrocken sind. Das Saatkorn braucht durchgehend feuchten Bodenkontakt, sonst keimt es nicht. Ab Mittwoch fällt endlich wieder Regen, doch er kommt als Schauer und Gewitter und damit sehr ungleich verteilt. Für viele Betriebe wird das zur Wette auf wenige Tage.

Saatbett aus Staub

Das Aussaatfenster für Winterraps schließt sich Ende August. Eine frühe Saat verschafft den jungen Pflanzen einen Wachstumsvorsprung vor dem Hauptzuflug des Rapserdflohs, verlangt aber ein feinkrümeliges, rückverfestigtes Saatbett – und genau das gibt der Boden derzeit nicht her. Die Anbauberatung berichtet, dass der Grubber in die verkrustete Krume kaum eindringt und pro Arbeitsgang oft nur wenige Zentimeter gelockert werden können. Der DWD hat Anfang August bilanziert, dass die Bodenfeuchte der oberen 60 Zentimeter im Süden verbreitet noch trockener war als in den Dürrejahren 2018 und 2022.

Regen ab Mittwoch, aber ungleich verteilt

Am Mittwoch ziehen von Südwesten her erste Schauer und einzelne kräftige Gewitter auf, dazu 22 bis 30 Grad. Der Donnerstag bringt bei 26 bis 31 Grad verbreitet kräftige Gewitter mit Starkregen, Sturmböen und Hagel, örtlich auch unwetterartig. Am Freitag folgt gewittriger Landregen, im Süden und Südosten sind örtlich 20 bis 35 Liter pro Quadratmeter drin, im Nordwesten frischt der Wind auf. Das Wochenende bleibt wechselhaft bei 22 bis 26 Grad, danach setzt sich eine westliche Strömung durch. Der Nordosten geht bei dieser Verteilung fast leer aus, und auf verkrusteten Böden läuft heftiger Gewitterregen oberflächlich ab, statt einzusickern.

Nach dem Ernteeinbruch zählt jeder Millimeter

Wie viel auf dem Spiel steht, zeigt die Erntebilanz des Deutschen Bauernverbands vom 18. August: 41,9 Millionen Tonnen Getreide, sieben Prozent weniger als im Vorjahr, der Ertrag über alle Arten mit 68,9 Dezitonnen je Hektar neun Prozent unter 2025. Am härtesten traf es den Winterraps mit 29,1 Dezitonnen je Hektar und einem Minus von 20 Prozent. Bei Grünland und Silomais fehlt Winterfutter, der Verband warnt, dass Betriebe ihre Tierbestände verkleinern müssen, und fordert Soforthilfen. Ob die neue Rapssaat startet, entscheidet nun das Wetter der nächsten zehn Tage.


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