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Wetternews vom 25.10.2026


Rhein steigt nach Sturmregen: Engpass Kaub bleibt zu flach

Die Sturmserie bringt dem ausgetrockneten Rhein endlich Wasser. In Köln dürfte sich der Pegel bis Dienstag gut verdoppeln. Am Mittelrhein bei Kaub, dem wichtigsten Nadelöhr für die Binnenschifffahrt, reicht der Regen nach heutigem Stand aber nicht, um das Niedrigwasser zu beenden. Ab Donnerstag setzt sich Hochdruck durch, und dann sinken die Pegel wieder.

Pegel steigen, bleiben aber niedrig

Nach den Daten der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung lag der Pegel Kaub am Sonntagmorgen um 8 Uhr bei 27 Zentimetern. Vor einer Woche waren es nur 11 Zentimeter, Anfang Oktober war mit minus 6 Zentimetern ein Rekordtief erreicht worden. Auch weiter flussabwärts geht es aufwärts: Köln meldet 82 Zentimeter (vor einer Woche 55), Düsseldorf 41, Koblenz 44 und Emmerich 17 Zentimeter. Trotzdem liegen alle Pegel weiter unter dem mittleren Niedrigwasser. In Kaub beträgt der mittlere Wasserstand gut zwei Meter.

Köln holt auf, Kaub bleibt das Nadelöhr

Heute gießt es in den Staulagen der westlichen und südwestlichen Mittelgebirge noch einmal kräftig. Der DWD erwartet dort 30 bis 50 Liter pro Quadratmeter, im Schwarzwald örtlich um 70 Liter. Dieses Wasser erreicht über Nebenflüsse wie Mosel und Neckar in den kommenden Tagen den Rhein. Nach der Vorhersage und Abschätzung der WSV steigt der Pegel Köln bis Dienstagvormittag auf rund 1,70 Meter. Damit läge er vorübergehend über dem mittleren Niedrigwasser von 1,14 Metern und dem Gleichwertigen Wasserstand von 1,39 Metern. Für Kaub werden bis Mittwochfrüh nur etwa 66 Zentimeter erwartet. Der Gleichwertige Wasserstand liegt dort bei 77 Zentimetern, bei ihm ist die Fahrrinne rund 1,90 Meter tief. Frachter müssen am Mittelrhein also weiter mit Teilladung fahren. Abschätzungen über mehr als zwei Tage sind allerdings noch unsicher.

Ab Donnerstag kein Nachschub mehr

Bis Mittwoch bleibt es wechselhaft. Nach der Wochenvorhersage des DWD sind an den Küsten weiter stürmische Böen zu erwarten, an der Nordsee auch Sturmböen. Größere Regenmengen kommen in den Einzugsgebieten des Rheins aber nicht mehr zusammen. Ab Donnerstag setzt sich nach unserer Vorhersage ruhiges Hochdruckwetter mit Nebel und Hochnebel durch, das voraussichtlich bis über Allerheiligen hinaus anhält. Die Hochwasserwelle läuft dann ab, und die Pegel dürften zum Monatswechsel wieder fallen. Für eine echte Trendwende braucht der Rhein mehrere nasse Wochen und Schnee in den Alpen. Beides ist noch nicht in Sicht.


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