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Wetternews vom 01.09.2026


Tropensturm Edouard trifft Texas: Sturzfluten in Houston

Über dem Golf von Mexiko hat sich Tropensturm Edouard formiert und nimmt Kurs auf die texanische Küste. Noch am Dienstag soll er zwischen Sabine Pass und High Island an Land gehen, kurz davor könnte er sogar Hurrikanstärke erreichen. Für den Großraum Houston geht es dabei weniger um den Wind als um das Wasser: Örtlich sind bis zu 230 Liter Regen pro Quadratmeter möglich.

Sturmflut und Böen an der Küste

Am frühen Dienstagmorgen unserer Zeit stand Edouard rund 140 Kilometer südöstlich von Cameron in Louisiana, mit Spitzenwinden um 65 km/h und einem Kerndruck von 1005 Hektopascal zog er langsam nach Westnordwesten. Das National Hurricane Center hat für den Küstenabschnitt zwischen High Island und Cameron eine Hurrikan-Vorwarnung ausgegeben, dazu eine Sturmflutwarnung und Tropensturmwarnungen bis nach Louisiana. Erwartet werden Wasserstände von rund einem bis anderthalb Metern über Normal, kurz nach dem Landfall sind Böen um 120 km/h möglich.

Bis zu 230 Liter auf ausgedörrten Boden

Die eigentliche Gefahr ist der Regen. Für die obere Küste von Texas und das Hinterland bis nach Ost-Texas rechnet das National Hurricane Center mit 75 bis 150 Litern pro Quadratmeter, örtlich bis zu 230 Litern. Kurzzeitig können mehr als 100 Liter in einer einzigen Stunde fallen, und solche Mengen führen in tiefliegenden und dicht bebauten Vierteln zwangsläufig zu Sturzfluten. Verschärfend kommt hinzu, dass die Böden nach einem heißen, trockenen Sommer verkrustet sind: Das Wasser versickert kaum, sondern läuft oberflächlich ab. Für den Großraum Houston gilt eine Hochwasserwarnlage bis Mittwochfrüh, besonders östlich der Interstate 45. Texas' Gouverneur Greg Abbott nannte die Überflutungen das größte zu erwartende Problem.

Fehlt der Saison weiter der erste Hurrikan?

Edouard ist der fünfte benannte Sturm der atlantischen Saison 2026, ein Hurrikan war bislang keiner dabei. Verstärkt er sich kurz vor der Küste noch, wäre er der erste. Andernfalls rückt ein Rekord näher: Später als am 11. September, dem Datum von Gustav 2002 und Humberto 2013, hat sich in der modernen Messreihe noch nie der erste Hurrikan einer Saison gebildet, im Mittel entsteht er bereits im Hochsommer. Als Ursache gilt der kräftige El Niño, der über hohe Windscherung und trockene, absinkende Luft die Entwicklung bremst. Die NOAA hält in ihrem August-Update an einer unterdurchschnittlichen Saison fest.


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