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Wetternews vom 03.09.2026


Hurrikan Lowell bei Hawaii: gefährliche Brandung, Kurs offen

Im Zentralpazifik hat Hurrikan Lowell am Mittwochabend kurzzeitig Kategorie 5 erreicht - so stark war dort seit 2018 kein Sturm mehr. Gut 700 Kilometer südlich von Hilo zieht er weiter westwärts, am Wochenende soll er scharf nach Norden abbiegen. Für Hawaii bedeutet das lebensgefährliche Brandung und eine Zugbahn, über die die Modelle noch streiten.

Kategorie 5 zum ersten Mal seit 2018

Lowell hat sich nach Angaben des Central Pacific Hurricane Center am Mittwochabend kurz zum Kategorie-5-Hurrikan aufgeschaukelt - der erste Sturm dieser Stärke im Zentralpazifik seit Walaka im Oktober 2018. Inzwischen ist er wieder leicht schwächer: anhaltende Winde um 250 Kilometer pro Stunde, Position rund 710 Kilometer südlich von Hilo, Zugrichtung West mit etwa 15 Kilometern pro Stunde. Sein Kern ist kompakt, Hurrikanwinde reichen nur etwa 55 Kilometer nach außen. Warnungen für das Festland gab es zunächst nicht.

Brandung trifft die Inseln schon jetzt

Der Wetterdienst in Honolulu hat für alle Inseln eine Warnung vor hoher Brandung herausgegeben: Wellen von zwei bis drei Metern aus Südost, dazu lebensgefährliche Strömungen an den Küsten. Für Teile von Oahu, Maui County und Big Island gilt zusätzlich eine Windwarnung mit Böen bis 90 Kilometern pro Stunde. Kritisch wird es am Wochenende: Die offizielle Zugbahn führt Lowell in einer scharfen Rechtskurve westlich an Kauai vorbei. Wie weit entfernt, ist offen - kleine Verschiebungen entscheiden über die Wellenhöhen zu Wochenbeginn.

Drei Hurrikane im Pazifik, keiner im Atlantik

Zeitgleich läuft Hurrikan Karina als Kategorie-4-Wirbel mit rund 210 Kilometern pro Stunde etwa 2.100 Kilometer östlich von Hilo über offenes Wasser, und vor Mexikos Südwestküste hat Marie Hurrikanstärke erreicht. Wie nah Lowell und Karina sich kommen, ist der große Unsicherheitsfaktor - bei enger Interaktion bremsen sich beide. Im Atlantik dagegen hat es nach fünf benannten Stürmen noch keinen einzigen Hurrikan gegeben. Bleibt es dabei, fällt am 11. September der Rekord für den spätesten Erststurm. Treiber ist derselbe starke El Niño.


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