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Wetternews vom 16.10.2026


Orioniden über Deutschland: Wolken trüben die Sicht im Südwesten

Kommende Woche erreicht ein Sternschnuppenstrom sein Maximum, der direkt auf den Halleyschen Kometen zurückgeht: die Orioniden. Ihren Höhepunkt haben sie in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober. Ausgerechnet dann schiebt sich von Südwesten neue Bewölkung heran. Wer die schnellen Meteore sehen will, braucht Geduld, einen Wecker für die frühen Morgenstunden und im Süden und Westen etwas Glück.

Staub vom Halleyschen Kometen

Die Orioniden sind Staubteilchen, die der Halleysche Komet auf seiner Bahn hinterlassen hat. Die Erde durchquert diese Spur jedes Jahr von Anfang Oktober bis Anfang November. Mit rund 66 Kilometern pro Sekunde zählen die Orioniden zu den schnellsten Meteoren und ziehen oft lange, helle Spuren über den Himmel. Unter idealen Bedingungen sind laut astronomischen Vorhersagen etwa 20 bis 25 Sternschnuppen pro Stunde möglich. Bei uns sind real eher 10 bis 15 zu erwarten, weil der Radiant im Sternbild Orion nicht im Zenit steht. Das Maximum ist flach, deshalb lohnen auch die Nächte davor.

Der Mond stört bis in die Nacht

In der Maximumsnacht ist der zunehmende Mond schon zu rund vier Fünfteln beleuchtet und erhellt den Himmel. Erst gegen 3 Uhr geht er unter, je nach Region einige Minuten früher oder später. Danach bleiben bis zur Morgendämmerung gegen 7:45 Uhr mehrere dunkle Stunden. Der Orion steht dann hoch im Süden. Die beste Beobachtungszeit liegt deshalb am Donnerstagmorgen, 22. Oktober, zwischen etwa 3 und 5:30 Uhr. Ein Fernglas braucht man nicht. Wichtig sind ein dunkler Ort abseits der Städte, warme Kleidung und etwa 20 Minuten, damit sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen.

Nordosten mit den besten Chancen

Nach der Front am Wochenende stellt sich das Wetter ab Montag auf Hochdruck um. Die Nächte zum Dienstag und zum Mittwoch sind vielerorts klar und frostfrei bei 8 bis 3 Grad. Dabei bilden sich aber gebietsweise Nebel und Hochnebel, die den Blick nach oben versperren können. Höher gelegene Orte haben dann oft die bessere Sicht. Am Mittwoch, 21. Oktober, zieht von Südwesten dichtere Bewölkung auf, später folgt etwas Regen. In der Maximumsnacht ist es daher im Südwesten und Westen voraussichtlich häufig bedeckt. Im Nordosten bleibt es länger aufgelockert, dort sind die Aussichten am besten. Für den Süden und Westen sind die Nächte davor die bessere Wahl.


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