Europa     Afrika     Asien     Australien / Ozeanien     Mittel- / Südamerika     Nordamerika

Home
Deutschland
Wochenwetter
Biowetter
Pollenflug
Europawetter
Städtewetter

Satellitenbilder

Wassertemperaturen

Schneehöhen

Wetterlexikon
Wetternews
Stadt oder PLZ
ajax


Impressum

Kontakt


Wetternews vom 30.08.2026


Meereshitze an Nord- und Ostsee: Blaualgen und Sauerstoffmangel

An Land geht der Sommer mit Schauern und kühleren Nächten zu Ende, im Wasser ist er noch lange nicht vorbei. Nord- und Ostsee liegen auch Ende August klar über ihren üblichen Werten, global meldete der EU-Klimadienst Copernicus für den 22. August einen neuen Höchstwert. Für Badegäste, Fische und das Herbstwetter hat das sehr unterschiedliche Folgen.

Rekordwert am 22. August

Nach Daten des EU-Klimadienstes Copernicus lag das globale Tagesmittel der Meeresoberflächentemperatur am 22. August bei 21,1 Grad und damit minimal über dem bisherigen Höchstwert vom März 2024 mit 21,09 Grad. Auch der Juli 2026 war mit 20,96 Grad der wärmste je gemessene Juli. Bemerkenswert ist der Zeitpunkt, denn das globale Maximum wird sonst im März oder April erreicht. Der Deutsche Wetterdienst ordnete die Lage in seinem Thema des Tages vom 26. August ein: Im Mittelmeer werden zwei bis vier Grad mehr gemessen als üblich, an den Balearen wurden im August 32 bis 33 Grad erreicht, die Nordsee liegt bei rund 20 Grad.

Ostsee heizt sich besonders schnell auf

Vor unserer Haustür trifft es die Ostsee am stärksten. Nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie hat sie sich seit 1990 um rund 2,1 Grad erwärmt, die Nordsee seit 1969 um etwa 1,3 Grad. Wie schnell das flache Meer reagiert, zeigte die Hitzewelle Ende Juni: Zwischen dem 21. und 28. Juni stieg die Oberflächentemperatur der Ostsee um 3,4 Grad, die der Nordsee um 1,9 Grad. Die Folgen waren im August sichtbar. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern warnte vor Blaualgen unter anderem vor Warnemünde, Kühlungsborn, Heiligendamm und Boltenhagen. Sinken die Algen ab, zehrt ihr Abbau Sauerstoff, was den Sauerstoffmangel in der westlichen Ostsee laut GEOMAR zusätzlich verschärft.

Warmes Wasser, unruhiger Frühherbst

Die neue Woche bleibt wechselhaft. In einer südwestlichen Strömung ziehen immer wieder Schauer und einzelne Gewitter durch, die Höchstwerte liegen meist zwischen 22 und 26 Grad. An den Küsten und in den Hochlagen frischt der Wind kräftig auf, am Sonntag und Montag sind im Norden stürmische Böen und vereinzelt Sturmböen dabei. Das warme Wasser spielt dabei mit: Es gibt Wärme und Feuchte an die unterste Luftschicht ab. Zieht darüber kühlere Atlantikluft hinweg, wird die Schichtung labil und die Schauer über See fallen kräftiger aus. Für Badegäste hat das eine angenehme Seite, denn die Ostsee bleibt an vielen Abschnitten noch bis in den September hinein badetauglich.


Alle Rechte vorbehalten! Copyright © by Q.met GmbH.
Weitere Wetterdienste unter: www.wetter.net, www.wetternet.de und www.wetterbote.de