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Wetternews vom 22.10.2026


Sturm ab Freitag im Westen: Balkonkraftwerke jetzt sichern

Der Herbst zeigt ab Freitag seine stürmische Seite: Sturmtief Austen eröffnet eine windige Serie, die an der Küste bis Montag anhält. Für Millionen Steckersolargeräte an Balkongeländern ist das ein Härtetest. Wer Module, Halterungen und Ballast jetzt prüft, verhindert Schäden und Ärger mit der Versicherung. Ein abgestürztes Modul kann teuer werden, auch für Mieter.

Sturm bis Montag: Wo es am kräftigsten weht

Schon am Donnerstag frischt der Südwestwind auf. Der Deutsche Wetterdienst erwartet an der Nordsee und auf einigen Mittelgebirgsgipfeln stürmische Böen um 70 km/h, exponiert auch Sturmböen. Am Freitag zieht Sturmtief Austen heran. Dann gibt es im Westen starke bis stürmische Böen, an der Nordsee Sturmböen und auf exponierten Gipfeln orkanartige Böen. Am Samstag weht es an den Küsten und im Bergland weiter stürmisch, auf dem Brocken sind Orkanböen möglich. Am Sonntag, dem Tag der Zeitumstellung, folgen an der Nordsee schwere Sturmböen, und auch am Montag ist es an den Küsten noch stürmisch. Dazu regnet es immer wieder bei nur 8 bis 14 Grad. Erst am Dienstag lässt der Wind allmählich nach.

So bleiben Module und Halterungen fest

Gefährdet sind vor allem Module, die schräg am Geländer hängen oder frei auf Flachdach und Rasen stehen, denn dort trifft der Wind die große Fläche voll. Klemmhalterungen sollten nachgezogen und auf Risse, Rost und lockere Schrauben geprüft werden. Eigenbau-Lösungen mit Kabelbindern halten Sturmböen nicht stand, verbindlich sind die Angaben des Herstellers. Bei aufgeständerten Modulen auf Terrasse, Dach oder im Garten muss der Ballast schwer genug sein, damit Böen die Platte nicht anheben. Je höher der Balkon, desto stärker der Wind. Ebenso wichtig ist alles andere, was wegfliegen kann: Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz rät, Blumenkästen, Töpfe, Sonnenschirme und Lichterketten vor Stürmen hereinzuholen. Leichte Gartenmöbel gehören in Keller, Garage oder Gartenhaus.

Wer zahlt, wenn ein Modul abstürzt

Fällt ein Modul herunter und beschädigt ein Auto oder verletzt jemanden, haftet zunächst der Betreiber nach § 823 BGB. Das gilt auch für Mieter, denn das Steckergerät fällt nicht unter die Gebäudeversicherung des Vermieters. Fremdschäden übernimmt in der Regel die Privathaftpflicht. Nach Angaben der DEVK aber nur, solange die Montage regelkonform war. Den Schaden am eigenen Gerät deckt meist die Hausratversicherung, sofern die Anlage dort gemeldet ist. Wichtig ist auch das Kleingedruckte: Nach den Musterbedingungen der Versicherer gilt als Sturm erst eine Luftbewegung ab Windstärke 8, also rund 62 km/h. Einzelne Gesellschaften zahlen schon ab Stärke 7. Die Verbraucherzentralen raten, die eigenen Bedingungen vor dem Wochenende zu prüfen.


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